Okt 102014
 

************** 10. Oktober 2014 ************

Prolog – Heft für Zeichnung und Text & Salon tz-p spezial präsentieren: Radius 3,2 in der Galerie F92!

Die Ausstellung wurde am 10.10.14 mit einem Abend des Salon tz-p eröffnet. Der Salon tz-p fand damit bereits zum 6. Mal in diesem Jahr statt. Unsere Gäste waren Anke Becker (Künstlerin, Zeichnerin, Organisatorin der Anonymen Zeichner), Kai Pohl (Autor, Grafiker, Redakteur der floppy myriapoda, Herausgeber der Schock Edition), Reinhold Gottwald (Künstler, Galerist der Galerie Walden – Kunstausstellungen)und Annelen Käferstein (Malerin). Anton Schwarzbach, Patrick Weh Weiland und Dorit Trebeljahr führten wie gehabt durch den Abend. Zusätzlich waren wir aber dieses Mal auch selbst unsere Gäste, denn der Salon bezog alle an der Ausstellung Radius 3,2 Beteiligten mit ein.

Fast 3 Stunden haben wir uns und das Publikum unterhalten – begleitet von zahlreichen Mixgetränken – den Lieblingsdrinks der Gäste. Annelen Käferstein, die während des Abendprogramms alles Wahrgenommene live und in Farbe in Bilder umsetzte, führte mit ihrem geheimnisvollen Kokosnium-Drink bis zuletzt die Liste der Meist-Bestellten-Drinks an. Die Mischung aus Süßem, Hochprozentigem und Saurem auf Eis war klebrig, aber super lecker. Art-Drink-Zubereiterin Dorit Trebeljahr hörte das zumindest den ganzen Abend. Jeder Gast wurde nach seinem Lieblingsdrink gefragt, gleich anschließend wurden die Bestellungen aufgenommen und die Drinks serviert, während das Programm weiter lief. Anke Becker griff ihre Arbeit aus der Ausstellung auf und stellte Kreuzworträtsel-Fragen ohne Buchstabenbegrenzung und ohne Antworten, diese wollte sie vom Publikum wissen. Tatsächlich fanden sich zwei eifrige BesucherInnen, die den gesamten Fragekarton im Laufe des Abends beantworteten. Auch Reinhold Gottwald gab Antworten, und stellte sich als Medium für den Abend zur Verfügung, legte den BesucherInnen die Karten. Hinter den Steinen musst Du suchen. Du brauchst bald eine warme rote Mütze. Buchstaben können Dir ihre Bedeutung enthüllen.

Das dachte sich wahrscheinlich auch Kai Pohl, der drei seiner neuen Cut-Up-Texte vorlas. Auch Anton Schwarzbach und Dorit Trebeljahr lasen eigene Texte, aus dem Skizzenbuch, dem eigenen Arbeitsjournal und Fragmente von den eigenen Zeichnungen. Ganz zum Ende des Programms spielte dann die Band Schnickschnack alias das Salon-Orchester alias Patrick Weh Weiland und Futaba Nakayama alias Gerd und Gerda. Und wer es immer noch nicht weiß: Nyang!Nyang! macht die Katze!

Auch die Konzept-Fragerunde am Ende des Salons durfte nicht fehlen. Wann und wieso bist Du in diese Stadt gekommen? zog Kai Pohl und erzählte kurz, wie er in den 80iger Jahren nach Berlin gekommen ist. Was hat Dich zuletzt begeistert? fragte sich Anton Schwarzbach und zeigte auf Schnickschnack. Was war Dein erstes Kunstwerk? hatte Anke auf ihrer Karte stehen und erzählte vom Kindergarten und dem langwierigen Zeichnen einer Schnecke, um endlich mal Ruhe zu haben. Kann man Ruhm teilen? Reinhold Gottwald sagt eine seiner ersten Ausstellungen hieß „Für mehr Ruhm“ und war eine Gruppenausstellung – also man kann offensichtlich.

Was gibt es mehr zu sagen? 

D.T./A.S.

Salon tz-p ist ein geführter/moderierter Abend mit Gästen, veranstaltet von Patrick WEH Weiland, Dorit Trebeljahr, Anton Schwarzbach und dem Prolog – Heft für Zeichnung und Text 2-3 Künstler – Autoren – im Austausch – im Arbeitsgespräch –in Kollaboration und Kooperation  – ein Raum – ein Abend.